Solang du lebest, ist es Tag.
Und geht es in die Welt hinaus,
Wo du mir bist, bin ich zu haus.
Ich seh dein liebes Angesicht,
Ich seh die Schatten der Zukunft nicht.
Theodor Storm
Nero Corleone
von Elke HeidenrichSein Fell sträubte sich, er sprang auf, fuhr seine Krallen aus und.... schaute in die liebsten, rundesten,bernsteinfarbensten Augen, die er je gesehen hatte, in ein kleines graues Katzengesicht,
auf ein liebes Katzenköpfchen, auf ein zierliches, graues, zauberhaftes kleines Kätzchen, ein wunderschönes Katzenfräulein. Da saß es vor ihm, brav und freundlich, und schnurrte mit einem süßen Stimmchen:"Wer bist du denn?"
Oh, diese Liebe auf den ersten Blick! Ein armer Wicht, wer das nie erlebt hat.
Es ist wie..... ja, wie was? Wie ein Blitz, wie ein Donnerschlag, das Herz bebt, die Hände werden
kalt und die Füße auch, weil alles Blut zum Herzen fließt. Im Kopf macht es nur noch blöde klopf-klopf-klopf, und ohne daß man irgend etwas dagegen machen könnte, beitet sich im Gesicht ein einfältiges Lächeln aus.
Die Welt steht still, und doch fühlt man zum allerersten mal, daß sie sich dreht und daß man ein ganz wichtiger Teil von ihr ist, im Moment der allerwichtigste, sozusagen der Punkt, an dem die ganze Welt befestigt ist......
Seite 82-83 ff 5-19
Unser Kater und der Besuch. *g*

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